Mittwoch, 27. Februar 2008
In der Warteschlange der örtlichen Eisdiele dachte ich mir: "Ist das eigentlich menschlich, dass ich ein Problem damit hab einfach mal glücklich zu sein oder bin ich irgendwie kaputt im Kopf?" Da sprang ich über die Theke, entriss der verdutzen Eisverkäuferin den Eisportionierer, schlug solange meinen Kopf auf den Thresen bis mein Schädel riss und schabte mir anschließend, Kugel für Kugel, das Hirn aus dem Kopf.
Das war gelogen. Dennoch... ich glaube dumme Menschen sind schneller glücklich zu stellen als weniger dumme. Mir sind zum Glücklichsein viel zu viele Gedanken im Weg. An den richtigen Stellen angewendet würde so ein Kugelschaber vielleicht Wunder wirken.
Das war gelogen. Dennoch... ich glaube dumme Menschen sind schneller glücklich zu stellen als weniger dumme. Mir sind zum Glücklichsein viel zu viele Gedanken im Weg. An den richtigen Stellen angewendet würde so ein Kugelschaber vielleicht Wunder wirken.
Mittwoch, 27. Februar 2008, 21:01
Sonntag, 6. Januar 2008
Ich glaube, dass Menschen viel zu blind und naiv durch die Welt marschieren. Es gibt viel mehr Liebe auf der Welt, als angeommen wird, nur ist diese eben manchmal unter Angst und Schmerz begraben oder sie versteckt sich hinter einer Fassade aus Zorn und Desinteresse. Wahrscheinlich ginge es vielen Menschen besser, wenn sie einfach nur etwas mutiger wären und auch dort suchen würden, wo sie nichts vermuten.
Sonntag, 6. Januar 2008, 17:33
Donnerstag, 3. Januar 2008
Sich gegenseitig zu vertrauen ist wohl eines der elementarsten Bedingungen für eine funktionierende Beziehung. Aber worum geht es beim Vertrauen? Ich glaube, dass Vertrauen heißt, die Liebe über die Angst zu stellen.
Ich für meinen Teil werde fast ausschließlich durch meine Ängste getrieben. Da gibt es die natürlichen Ängste: Die Angst vorm Verhungern oder Verdursten, die Angst irgendwo hinunter zu fallen oder eben die Angst vom Monster unter dem Bett gefressen zu werden. Zusätzlich wird uns von Grund auf beigebracht nach gesellschaftlicher Anerkennung zu streben. Ohne etwas bewusst davon wahrzunehmen entwickelt sich also auch noch die Angst vor der gesellschaftlichen Missachtung und dem gesellschaftlichem Abstieg. Eine der wichtigsten Ängste ist jedoch, die, die sich aus dem Streben nach Glück ergibt. Natürlich gehört es zum eigenen Glück dazu, nicht zu verhungern und auch nicht vom Monster unter dem Bett gefressen zu werden. Was aber auch dazu gehört ist nicht alleine zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass niemand gerne alleine ist, denn schnell fühlt man sich einsam und darum sucht man sich einen Partner. Genau dort kommen jedoch dann die meißten Ängste auf. Abgesehen von der Angst, dass dem Partner etwas zustoßen könnte, fürchtet man sich noch vor einer ganzen Reihe anderer Dinge. Man beginnt sich davor zu fürchten vom Partner verlassen zu werden. Man entwickelt die Angst, dass der Partner einem weh tun könnte, denn er ist es, dem wir unsere Gefühle, Gedanken und wiederum unsere Ängste eröffnen. Gerade das Risikio, dass der Partner, eben weil er über die eigenen Ängste so gut Bescheid weiß, einem genau mit diesen weh tun könnte, verursacht Angst, auch wenn sie wohl meißt nur unterbewusst entsteht.
Ich glaube also, dass Vertrauen nur dann enstehen kann, wenn man diese Ängste verliert. Es widerspricht wohl der menschlichen Natur, Ängste einfach auszublenden, obwohl die Gefahren dennoch bestehen. Aber niemand hat behauptet, dass Liebe einfach ist. Liebe heißt also auch die Angst zu verlieren.
Ich für meinen Teil werde fast ausschließlich durch meine Ängste getrieben. Da gibt es die natürlichen Ängste: Die Angst vorm Verhungern oder Verdursten, die Angst irgendwo hinunter zu fallen oder eben die Angst vom Monster unter dem Bett gefressen zu werden. Zusätzlich wird uns von Grund auf beigebracht nach gesellschaftlicher Anerkennung zu streben. Ohne etwas bewusst davon wahrzunehmen entwickelt sich also auch noch die Angst vor der gesellschaftlichen Missachtung und dem gesellschaftlichem Abstieg. Eine der wichtigsten Ängste ist jedoch, die, die sich aus dem Streben nach Glück ergibt. Natürlich gehört es zum eigenen Glück dazu, nicht zu verhungern und auch nicht vom Monster unter dem Bett gefressen zu werden. Was aber auch dazu gehört ist nicht alleine zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass niemand gerne alleine ist, denn schnell fühlt man sich einsam und darum sucht man sich einen Partner. Genau dort kommen jedoch dann die meißten Ängste auf. Abgesehen von der Angst, dass dem Partner etwas zustoßen könnte, fürchtet man sich noch vor einer ganzen Reihe anderer Dinge. Man beginnt sich davor zu fürchten vom Partner verlassen zu werden. Man entwickelt die Angst, dass der Partner einem weh tun könnte, denn er ist es, dem wir unsere Gefühle, Gedanken und wiederum unsere Ängste eröffnen. Gerade das Risikio, dass der Partner, eben weil er über die eigenen Ängste so gut Bescheid weiß, einem genau mit diesen weh tun könnte, verursacht Angst, auch wenn sie wohl meißt nur unterbewusst entsteht.
Ich glaube also, dass Vertrauen nur dann enstehen kann, wenn man diese Ängste verliert. Es widerspricht wohl der menschlichen Natur, Ängste einfach auszublenden, obwohl die Gefahren dennoch bestehen. Aber niemand hat behauptet, dass Liebe einfach ist. Liebe heißt also auch die Angst zu verlieren.
Donnerstag, 3. Januar 2008, 23:31
Einer links und einer rechts. Ich hab nur zwei Freunde, aber die haben's in sich. Danke Jungs, dass ihr da ward. Ich hätt mich wohl kaum selbst ertragen, so wie ich drauf war ... und manchmal auch immer noch bin. Also ja, ich weiß nich, ich brauch nun wohl keine großen Reden schwingen, denn ich erzähle euch ja immer, wie sehr ich euch liebe, wenn wir mal wieder irgendwo betrunken unser Leben feiern. Einfach nur: Danke!


Donnerstag, 3. Januar 2008, 00:21
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Kurz vor meiner USA Reise, noch gar nicht wissend was Liebe ist, wähnte ich mich in selbiger. Meine Gefühle galten damals einer sehr eigenen Person, deren Persönlichkeit für mich sehr schwer zu beurteilen und beschreiben ist. Sie bringt es fertig Weisheit, Trost und Lebenserfahrung zusammen mit Sturheit und Eigensinnigkeit, die manchmal bis in die Naivität reicht, unter einen Hut zu bringen.
Damals erwiederte sie meine Gefühle nicht, was zu der Zeit natürlich manches Mal weh tat aber worüber ich heute froh bin, denn so wurde sie später eine Freundin, die immer ein offenes Ohr für meine alltäglichen Problemchen hatte. Sie gab mir so manchen hilfreichen Tipp, wobei sie stets darauf bedacht war nicht näher auf ihr eigenes Leben oder ihre eigenen Gefühle einzugehen. Vieles wusste sie über mich, nichts wusste ich über sie. Vielleicht ist das der Grund, warum der Kontakt heute mehr oder weniger eingeschlafen ist, vielleicht ist es aber auch einfach nur die räumliche Distanz.
Wie auch immer, jedenfalls kurz vor meiner USA Reise war ich noch zusammen mit ihr im Kino und im Soundtrack des Filmes, den wir dort gesehen hatten, war "Eels - I need some sleep" zu hören, welches mich, in den USA angekommen, natürlich immer sehr melancholisch stimmte. Dieses Lied habe ich gerade wieder gefunden und daher teile ich es jetzt mal mit euch.
Damals erwiederte sie meine Gefühle nicht, was zu der Zeit natürlich manches Mal weh tat aber worüber ich heute froh bin, denn so wurde sie später eine Freundin, die immer ein offenes Ohr für meine alltäglichen Problemchen hatte. Sie gab mir so manchen hilfreichen Tipp, wobei sie stets darauf bedacht war nicht näher auf ihr eigenes Leben oder ihre eigenen Gefühle einzugehen. Vieles wusste sie über mich, nichts wusste ich über sie. Vielleicht ist das der Grund, warum der Kontakt heute mehr oder weniger eingeschlafen ist, vielleicht ist es aber auch einfach nur die räumliche Distanz.
Wie auch immer, jedenfalls kurz vor meiner USA Reise war ich noch zusammen mit ihr im Kino und im Soundtrack des Filmes, den wir dort gesehen hatten, war "Eels - I need some sleep" zu hören, welches mich, in den USA angekommen, natürlich immer sehr melancholisch stimmte. Dieses Lied habe ich gerade wieder gefunden und daher teile ich es jetzt mal mit euch.
Donnerstag, 27. Dezember 2007, 19:34
Sonntag, 16. Dezember 2007
Ich habe wohl eine antiquierte Einstellung zum Thema Treue und Fremdgehen, jedenfalls erscheint mir das so, wenn ich mich mit anderen Menschen unterhalte oder einfach nur um mich sehe. Ich bin der Meinung, dass sich zwei Menschen treu sein sollten, sobald sie sich gefunden haben. Um es vorweg zu Stellen: Soetwas wie emotionale Treue auf Ewigkeit gibt es auch meiner Meinung nach nicht, denn früher oder später gibt es einmal Phasen in einer Beziehung, in der man sich aus verschiedensten Gründen plötzlich unsicher wird und durchaus auch von anderen Menschen als dem eigenen Partner träumt. Soweit so gut, emotionale Treue ist eine Lüge und diese zu brechen meiner Meinung nach auch nichts Schlimmes, sobald diese Untreue auf einer gedanklichen Ebene statt findet. Für umso wichtiger halte ich es jedoch, dass das nächste Level des Untreu seins nicht erreicht wird. Einige Paare gehen mit dem Thema Treue sehr locker um, da es für manch einen sogar völlig normal ist, dass er selbst oder der Partner mit anderen Menschen im Bett landet. Sobald dies im gegenseitigen Wissen und Einverständniss geschieht, ist das für mich zwar völlig unverständlich aber annehmbar. Im Gegensatz dazu mißachte ich alle Menschen, die ihren Partner ohne dessen Wissen betrügen und das im schlimmsten Fall auch noch mehrfach und mit verschiedenen Menschen. Meiner Meinung nach liebt man seinen Partner nicht, wenn man diesen betrügt, höchtens glaubt man zu Lieben. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man jemanden, von dem man behauptet ihn zu lieben, so sehr weh tun kann. Schlecht fühle ich mich, jetzt, da ich diese Sätze schreibe, wo ich doch selbst einst fremd ging. Genauso heuchlericherisch klingt es wohl, wenn ich nun schreibe, dass ich es bereut habe und das ich nicht mehr betrügen werde, sobald ich jemanden gefunden habe, den ich lieben darf. Ich erwarte nicht, dass mir irgendjemand dem Glauben schenkt, was ich hier schreibe, insbesondere, da mein einziges Argument ist, dass ich es aus freien Stücken schreibe ohne mich bei irgendjemandem zu entschuldigen oder irgendjemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Sage niemals nie, also werde ich nicht versprechen nie wieder fremd zu gehen, dennoch hoffe ich ganz auf meinen eigenen Verstand, denn nur dumme Menschen lernen nicht aus Fehlern.
Sonntag, 16. Dezember 2007, 22:00
Dienstag, 27. November 2007
Große Stücke hält der Mensch auf sich, weil er adaptionsfähig ist. Sicherlich hat diese Fähigkeit den Menschen dahin geführt, wo er heute steht. Stolz können wir uns auf die eigene Schulter klopfen, denn wir haben uns durch Anpassung über den Rest der Welt erhoben. Die einzigen Lebewesen, die sich ähnlich gut wie wir Menschen an äußere Umstände und Einflüsse anpassen können, sind wohl Insekten und Ratten. Zunächst diente diese Fähigkeit dazu sich an gegebene Umstände unserer Umwelt zu gewöhnen und so konnte sich der Mensch überall auf der Welt verbreiten, weil er sich zum Beispiel an das Klima der heißesten Wüsten und der kältesten Eislandschaften gewöhnt hat und gelernt hat dort zu leben. Im Regelfall müssen wir heutzutage jedoch nicht mehr in andere Klimazonen auswandern, weil wir sonst aufgrund einer Dürre verhungern oder von wilden Tieren gefressen werden und deshalb müssen wir uns nur noch an Umstände und Situationen anpassen, die wir Menschen uns gegenseit schaffen. Klagen tun wir alle. Sowohl der billige Schwarzarbeiter in der chinesischen Chemiefabrik, der aufgrund seiner verätzten Lungen keine 75 Stundenwoche mehr arbeiten kann und deshalb seine Kinder nicht mehr ernähren kann, als auch der wohlgenährte Deutsche Durchschnittsbeamte, dem seine 28 Stundenwoche zu lange vorkommt. Angepasst haben wir uns trotzdem alle, mal abgesehen von denen, die sich aus Verzweiflung über ihre Situation die Pulsadern aufgeschnitten haben.
Scheinbar ist die Adaptionsfähigkeit also eine gute Sache, denn sie hilft, die eigenen Lebensumstände als normal anzusehen, damit man diese ertragen kann und somit auch übersteht. Leider unterstützt uns diese Fähigkeit aber auch darin positive Lebensumstände und Veränderungen als völlig normal anzusehen. Der Mensch, der ewig einsam war und plötzlich den Partner für das gemeinsame Leben gefunden hat, vergisst schon nach wenigen Wochen das großartige Glück, in dem er schwelgt, denn seine Adaptionsfähigkeit holt ihn ein und lässt ihn bald glauben machen, dass es nichts besonderes wäre. Beziehungskiller, könnte man wohl auch sagen.
Scheinbar ist die Adaptionsfähigkeit also eine gute Sache, denn sie hilft, die eigenen Lebensumstände als normal anzusehen, damit man diese ertragen kann und somit auch übersteht. Leider unterstützt uns diese Fähigkeit aber auch darin positive Lebensumstände und Veränderungen als völlig normal anzusehen. Der Mensch, der ewig einsam war und plötzlich den Partner für das gemeinsame Leben gefunden hat, vergisst schon nach wenigen Wochen das großartige Glück, in dem er schwelgt, denn seine Adaptionsfähigkeit holt ihn ein und lässt ihn bald glauben machen, dass es nichts besonderes wäre. Beziehungskiller, könnte man wohl auch sagen.
Dienstag, 27. November 2007, 19:26
Dienstag, 20. November 2007
Einheitsbrei um mich rum. Die selben Klamotten, die selbe Musik, die selben Gerüchte und Geschichten. Keiner von denen hat mal versucht selbst zu fühlen. Lieber hört man den Einheitsbreisender und kauft sich das neuste Handy und lässt dann ganz laut die Einheitsbreimusik vom Einheitsbreisender durch den Raum schallen, nur um sicher zu gehen, dass alle um einen rum genau den selben Einheitsbrei hören und niemand auf die Idee kommt eigene Gedanken zu entwickeln. Vielleicht auch um zu demonstrieren, dass man auch zum Brei gehört. Schnell macht man mal eben mit seinem Freund Schluss, weil die beste Freundin das auch getan hat. Beziehungen sind heute nicht cool. Morgen wieder, vielleicht. Kommt ganz drauf an, was der Mainstreamsender vorgibt. Das macht sowieso alles nicths, denn im nächsten Mainstreamclub, mit der Einheitsbreimusik, findet sich ganz schnell ein neuer Freund, falls man wieder einen braucht, oder wars vielleicht doch der alte Freund? Ist ja am Ende auch egal, denn sie sehen ja eh alle gleich aus, tragen die selben Klamotten, benutzen die selbe Sprache um über die selben Themen zu reden. Themen die sie gerade auf dem Einheitsbreisender gehört haben. Pest, Cholera, Mainstream eben.
Dienstag, 20. November 2007, 22:17
Sonntag, 18. November 2007
Ich habe gerade einen Text gelesen in dem es unter anderm um Anhänglichkeit ging. Das Wort ist irgendwie negativ belastet und ich kann das nicht so ganz nach vollziehen. Ich mag es, wenn jemand anhänglich ist. Ich genieße das Gefühl für irgendjemanden wichtig zu sein.
Sonntag, 18. November 2007, 13:44
Samstag, 17. November 2007
Meine Eltern sind recht selten zu Hause, aber dieses Wochenende sind sie hier und deshalb war für heute Abend ein "gemeinsames Abendessen" angesetzt, damit die Familie mal wieder zuammen an einem Tisch sitzt. Diese gemeinsamen Essen sind manchmal etwas bizarr. Diese gewisse Distanz, die sich so über die Jahre hinweg aufgebaut hat, ist nicht so leicht zu überbrücken. Vorallem die Weltanschaungen meines Vaters haben sich sehr versteift und er hat seine vorgefertigten Meinungen, die ich mir zwar immer wieder anhören kann aber gegen die man lieber nicht argumentieren sollten. Dies ist aber ein weites Feld, um das es heute nicht gehen soll.
Meine Mutter erzählte von ihrer Arbeit als Filialleiterin in München, und dass sie zwischen die Fronten ihrer Untergebenen und ihrer direkten Chefin geraten sei. Sogar mir war deutlich, dass sie alles nur erzählte um Zuspruch zu bekommen, doch mein Vater stellte sich nicht auf ihre sondern auf die Seite der anderen. Das ganze artete in einem Streit aus und versaute den Beiden den einzigen gemeinsamen Abend, den sie pro Woche haben. Während die beiden also stritten und die unsachlichen Argumente begannen zu überwiegen, schweifte ich mit meinen Gedanken ab und landete bei meiner Exfreundin. Das passiert eigentlich immer, wenn sich zwei Menschen in meiner Umgebung streiten, denn ich habe mich nie wirklich mit jemandem gestritten, außer mit ihr. Ich erkannte genau diese Situation wieder. Auch sie erzählte mir oft von Problemen und ich stellte mich dann, ihrer Erzählung entsprechend, manchmal auf ihre und manchmal auf die andere Seite. Ich habe nie wirklich erkannt, dass es in diesem Moment gar nicht auf meine Meinung ankam. Sie wollte nicht meine Meinung dazu hören, sondern einfach nur unterstützt werden oder wenigstens Zuspruch in irgend einer Art und Weise bekommen. Menschen klagen ihr Leid um getröstet zu werden und dieses Klagen richtet sich doch meißt an die Menschen, von denen man am ehesten Unterstützung erwartet. Das geht mir natürlich nicht anders. Ich habe trotzdem nie erkannt, dass ich sie lieber hätte unterstützen sollen, als meine eigene Meinung kund zu tun, obwohl die zwei Optionen Diskussion und Streit oder das Gefühl des Verständnisses und der Geborgenheit für sie mehr als offensichtlich waren.
Bisher dachte ich, dass man nur aus seinen eigenen Fehlern lernen kann, jetzt muss ich wohl einsehen, dass es manchmal auch ganz hilfreich ist, anderen Menschen beim Fehler machen zuzusehen.
Meine Mutter erzählte von ihrer Arbeit als Filialleiterin in München, und dass sie zwischen die Fronten ihrer Untergebenen und ihrer direkten Chefin geraten sei. Sogar mir war deutlich, dass sie alles nur erzählte um Zuspruch zu bekommen, doch mein Vater stellte sich nicht auf ihre sondern auf die Seite der anderen. Das ganze artete in einem Streit aus und versaute den Beiden den einzigen gemeinsamen Abend, den sie pro Woche haben. Während die beiden also stritten und die unsachlichen Argumente begannen zu überwiegen, schweifte ich mit meinen Gedanken ab und landete bei meiner Exfreundin. Das passiert eigentlich immer, wenn sich zwei Menschen in meiner Umgebung streiten, denn ich habe mich nie wirklich mit jemandem gestritten, außer mit ihr. Ich erkannte genau diese Situation wieder. Auch sie erzählte mir oft von Problemen und ich stellte mich dann, ihrer Erzählung entsprechend, manchmal auf ihre und manchmal auf die andere Seite. Ich habe nie wirklich erkannt, dass es in diesem Moment gar nicht auf meine Meinung ankam. Sie wollte nicht meine Meinung dazu hören, sondern einfach nur unterstützt werden oder wenigstens Zuspruch in irgend einer Art und Weise bekommen. Menschen klagen ihr Leid um getröstet zu werden und dieses Klagen richtet sich doch meißt an die Menschen, von denen man am ehesten Unterstützung erwartet. Das geht mir natürlich nicht anders. Ich habe trotzdem nie erkannt, dass ich sie lieber hätte unterstützen sollen, als meine eigene Meinung kund zu tun, obwohl die zwei Optionen Diskussion und Streit oder das Gefühl des Verständnisses und der Geborgenheit für sie mehr als offensichtlich waren.
Bisher dachte ich, dass man nur aus seinen eigenen Fehlern lernen kann, jetzt muss ich wohl einsehen, dass es manchmal auch ganz hilfreich ist, anderen Menschen beim Fehler machen zuzusehen.
Samstag, 17. November 2007, 22:02
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