Viel zu oft habe ich geschrieben, dass ich über sie hinweg bin, dass es mir wieder gut geht oder dass es mir mittlerweile egal ist. Manchmal hab ich es geschrieben um ihr damit weh zu tun oder um mich selbst davon zu überzeugen, meißtens jedoch hab ich es genau so aufgeschrieben, wie ich es gefühlt und gedacht habe. Dennoch bin ich oft in ein Loch gefallen, denn ich kann mich eben nicht so schnell über das hinweg trösten, was ich für das Beste Ereignis in meinem bisherigen Leben halte. Ich glaube, dass das irgendwie menschlich ist, also bin ich damit zu frieden. Ich will nun also nicht mehr schreiben, dass es mir wieder gut geht oder dass ich über sie hinweg bin.
Vielmehr glaube ich jedoch sagen zu können, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise unten angekommen bin, denn egal was dieses Thema betreffend noch kommt, nichts kann mich noch wirklich treffen. Natürlich tut es noch weh, wenn sie mich schlecht behandelt oder wenn man von den verschiedenen Typen erfährt, mit denen sie seit uns im Bett war, aber es schockiert mich nicht mehr. Es zieht mich nicht mehr runter, denn ich scheine den Boden erreicht zu haben. Es hat sich eine gewisse Gleichgültigkeit eingestellt, zu all dem, was weh tut. Ich kann wirklich nicht sagen, ob es daran liegt, dass ich blind vor Liebe oder taub vor Schmerz bin oder ob sich über die Monate hinweg nun doch so etwas wie eine gewisse Distanz zu all dem aufgebaut hat, was einmal das wichtigste in meinem Leben war und selbst jetzt noch das Zentrum des selbigen darstellt.

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