Montag, 6. Oktober 2008
Ich bin heut mal wieder ganz schön im Streß, daher gibts mal nur ein kurzes dahingekritzeltes Update: Ich rock die Scheiße fett, geiler Tag!^^
Nach der Uni bin ich mit Tobias zu Ikea am Kamener Kreuz geheizt, denn dort hatte ich mir letzte Woche schon mein neues Bett ausgesucht. Heute wollt ichs dann kaufen, und: Arschlecken Feuerwerk! Ausverkauft! Im Ikea in Dormund wärs aber noch zu bekommen. Also ins Auto gehüpft und nach Dormund gefahren. Dort gabs dann das Bett, aber den dazugehörigen Federholzrahmen nicht. Booooah. Also zurück zum Ikea am Kamener Kreuz und dort dann noch den Federholzrahmen gekauft. Nach dieser Ikea-Odyssee haben wir dann das Bett tatsächlich auch noch in die Wohnung geschafft.
Im Auto hab ich während der Irrfahrt in den CD-Schätzen von Tobias dafür zwei Lieder entdeckt, die ich seit Jahren suche und gleich mal laut mitgesungen, eins davon gibts hier für euch auf die Ohren, das andere folgt später.
In der Bahn auf dem Heimweg, fiel mir dann ein 6-Seiten Special über Logistik der Financial Times Deutschland in die Hände. Zusammengefasst stand da drin, dass genau das, was ich gerade studiere, extrem gesucht wird und bei allen Firmen extrem begehrt ist. Geilo! Zuhause angekommen erfuhr ich dann noch, dass der letzte Aktienfonds, den ich vor wenigen Tagen verkauft hatte heute im Rahmen des weltweiten Börsenzusammenburchs mehr als 8% verloren hat und ich mir durch den Verkauf Geld für mehr als ein Bett gerettet habe. Es läuft also alles mehr als perfekt. Hab auch mal richtig Glück. Danke Universum. :)

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Dieses Lied hab ich seit Jahren gesucht und nun endlich gefunden. Es klingt nach absoluter Gute Laune Musik, total passend zu meiner Stimmung... und doch erzählen sehr ernste Lyrics vom Fallengelassen werden, genau passend zu meiner Situation. Enjoy.


She walked thru the corn leading down to the river
Her hair shone like gold in the hot morning sun
She took all the love that a poor boy could give her
And left me to die like a fox on the run
Like a fox - on the run

Everybody knows the reason for the fall
When woman tempted man down in paradise's hall
This woman tempted me, oh yes, she took me for a ride
And like a weary fox, I need a place to hide

Well, take a glass of wine and fortify your soul
We'll talk about the world and friends we used to know
I inner straight a girl who puts me on the floor
The game is nearly up, the hounds are at my dooor

She walked thru the corn leading down to the river
Her hair shone like gold in the hot morning sun
She took all the love that a poor boy could give her
And left me to die like a fox on the run.

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Sonntag, 5. Oktober 2008








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Samstag, 4. Oktober 2008
Kaum wurde ich aus meinem selbsterrichteten Gefängnis der nichtfunktionierenden Beziehung, der ewigen Verzweiflung, Angst und Enttäuschung, dessen Gefängnistür für mich immer offen stand, durch die ich es aber doch nie aus eigener Kraft vermochte zu schreiten, zur Hintertür hinausgeworfen, da fühle ich mich noch einsamer als zuvor. Gedanklich habe ich noch nicht einmal alle Fesseln des goldenen Käfigs abgeworfen, und doch fühle ich mich schon allein gelassen.
Es fehlt ein Mensch in meinem Leben mit dem ich meine Gedanken und Gefühle teilen kann, jemand der für mich da ist und für den ich da sein darf, mit dem ich Zärtlichkeiten tauschen kann, einen Kuchen backen, baden gehen und gemeinsam Zähne putzen kann. Jemand mit dem ich betrunken und eng umschlungen auf dem Boden liege und schöne Lieder höre. Ein Mensch mit dem ich mich durch den Herbstwind kämpfe, mitten in der Nacht einen Kakao trinke und mich dann zusammen ins Bett kuschle. Ein Mensch, neben dem ich aufwache. Jemand der mit mir über alle andern lachen kann und jemand mit dem ich über mich selbst lachen kann. Jemand mit dem ich alle kleien Schönheiten dieses Lebens teilen kann. Eben jemand, von dem ich weiß, dass er mir genausoviel bedeutet wie ich ihm.

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Da hat sich jemand die Mühe gemacht und hat aus dem Disneyfilm Alice im Wunderland einen schönen Elektrotune gemacht. :)

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Münster Gestern Nacht war ich mit Oli, Anja und ein paar Freundinnen von Anja in Münster was trinken. Münster hat eine wunderschöne Innenstadt und für den Fall, dass sich Hamm als langweilig erweist, dann ists bis Münster nicht weit und da komm ich auch locker mit meinem NRW-Semesterticket hin. Münster hat vorallem eines: Fahrräder und Studenten. Total geil da. Das nächste mal muss ich ein Foto von den Fahrradpyramiden machen, die sich rund um den Bahnhof auftun.

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Freitag, 3. Oktober 2008
Also im großen und ganzen kann ich mich bisher wirklich nicht über die Uni beklagen. Das Niveau und das Tempo der verschiedenen Vorlesungen ist sehr unterschiedlich ausgeprägt: In den Mathe und Mechanikvorlesungen muss ich aufpassen, dass ich nicht einschlafe, weil alles so langsam und einfach erklärt wird. In den Vorlesungen für Maschinenelemente, Rechnungswesen, Investition und Finanzierung oder auch Verpackungstechnik und Ladeeinheiten gehts dagegen sehr zügig voran und ich hab ziemich viel zu tun. Und dann gibts noch solche Sachen wie Marketing, Selbstmangement, Englisch und Organisations- und Personalwesen die bisher eher so Laberfächer sind. Dass ich in nächster Zeit ne Menge zu tun haben werde steht aber definitiv fest.
Gestern habe ich dann noch die Schlüssel zu meiner Wohnung abgeholt. Leider kann ich noch nicht so recht einziehen, da ja noch nichts drin steht und ich aus logistisch- und organisationstechnischen Gründen den Umzug von Berlin nach Hamm erst am kommenden Wochenende starten kann. Die Wohnung werde ich sicherlich ganz gemütlich einrichten können. Problemzonen werden wohl die 70iger Fliesen im Bad, die Dachschrägen in der Küche und die (lila und grün lackierten) Steckdosen und Lichtschalter. Wer macht denn sowas? Als ich mir die Wohnung vor einer Woche angesehen habe, waren die noch weiß. Manmanman. Die muss ich wohl wieder umlackieren. Naja und wie ich ne Küche in das aus Dachschrägen bestehende Zimmer bekomme weiß ich auch noch nicht so genau. Macht ja aber erstmal nix, weil ich mir eh keine Küche leisten kann.
Ansonsten freu ich mich drauf bald endlich ein Zuhause zu haben. Ganz lustig ist, dass in der benachbarten Wohnung zufällig ein Studienkollege einzieht. Eine 3er WG von weiteren Leuten aus meinem Kurs ist auch nur ein paar hundert Meter weit weg. Zufälle gibts (denn so klein ist Hamm als flächentechnisch fünftgrößte Stadt Deutschlands nun auch wieder nicht).

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Mittwoch, 1. Oktober 2008
Wenn ich mich morgens auf meinen den geliehenen Drahtesel schwinge und zum Bahnhof radle bin ich immer wieder völlig perplex, wenn mir entgegenkommende, wildfremde Menschen einen schönen Guten Morgen wünschen und mich dabei fröhlich anstrahlen. Das geht in der Bahn und auf dem restlichen Weg zur Uni genauso. Ich habe mich dermaßen an das BerlinBrandenburgische möglichst-ignorieren-und-böse-angucken-wenn-einem-jemand-begegnet und Wenns-geht-noch-vor-die-Füße-rotzen-und-was-Böses-vor-sich-hin-grummeln Gehabe gewöhnt, dass ich völlig vergessen habe, dass man das eigentlich so macht. Wo man hinsieht, überall sind nette Menschen. Gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, winkt mir die halbausgezogene Hunderfünzigkilowalze von nebenan ganz enthuisastisch durchs Fenster und schließt die Rolläden. Sogar Flaschenfred, der Pfandflascheneinsammler in der Bahn, fragt einen ganz höflich, ob die Flasche etwa leer sei und ob er diese eventuell haben könnte und reißt einem nicht die halbvolle Flasche aus der Hand - so wie das andererorts der Fall ist. So eine Atmosphäre ist doch gleich viel entspannter.

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